Drei Millionen Investition für das Verwaltungsgebäude! Ist das für die Wasserversorgung
dringend erforderlich?
Die Bürgerinitiative „Wasserversorgung Hallertau - Bürger für Transparenz” stellt in einem Schreiben von Ende März an den Zweckverband Wasserversorgung Hallertau sowie dessen Aufsichtsbehörde, das Landratsamt Kelheim, die Notwendigkeit der geplanten Sanierung des Verwaltungsgebäudes mit einem Volumen von etwa 3 Millionen Euro in Frage. Die BI fordert eine ausführliche Erklärung zur Dringlichkeit dieser Maßnahme, bevor weitere Investitionen in technische Anlagen getätigt werden.
Nach Kenntnis der BI fand vor knapp 20 Jahren eine umfassende Sanierung des Verwaltungsgebäudes statt. Die hohe Priorität, die der Wasserversorger dem aktuellen Sanierungsplan beimisst, sei bislang aus keinerlei Unterlagen oder Veröffentlichung nachvollziehbar zu entnehmen.
Die Antwort des Geschäftsführers des Zweckverbands mit einem Verweis auf eine öffentliche Werkausschusssitzung und eine Vorstellung in den einzelnen Gemeinderäten ist allein schon deswegen unzulänglich, da schon Anfang 2022 ÖDP-Gemeinderatsmitglied Ralf Schramm und der jetzige Vorsitzende der BI sich unter anderem nach einem aktuellen Gutachten eines Ingenieurbüros bezüglich der geplanten Sanierungsmaßnahmen erkundigt hatte. Das allerdings wurde nie vorgelegt. Skepsis erscheint daher durchaus angebracht, wenn die einfache Frage nach der Notwendigkeit der Sanierung des Verwaltungsgebäudes nicht umfassend beantwortet wird.
Daher fordert die Bürgerinitiative den Wasserversorger auf, die Dringlichkeit der Sanierung des Verwaltungsgebäudes nachzuweisen und Einblick in die entsprechenden Unterlagen zu gewähren.