Mit Verwunderung und Fassungslosigkeit verfolgt die Bürgerinitiative "Wasserversorgung Hallertau - Bürger für Transparenz" die rasante Kostenentwicklung beim Neubau des Wasserwerks Mainburg.
Ein kurzer Blick zurück: 2020 schätzte der Wasserzweckverband die Kosten noch auf 2,3 bis 2,5 Millionen Euro. 2023 lag die Prognose bereits bei 3,4 bis 3,8 Millionen Euro. Begründung: gestiegener Baupreisindex. 2025 nun die Überraschung: Die Kosten sollen plötzlich bei rund 7,5 Millionen Euro liegen - also fast doppelt so hoch wie 2023 und eine Verdreifachung gegenüber 2020.
"Eine solch exorbitante Kostensteigerung lässt sich nach unserer Auffassung - und unseren Recherchen - selbst mit einem sehr großzügig interpretierten Baupreisindex nicht mehr erklären", so Ralf Schramm, Vorsitzender der Bürgerinitiative. Schramm weiter: "Man gewinnt den Eindruck, dass der Wasserversorger gar kein Interesse daran hat, Kosten kritisch zu prüfen oder einzusparen - schließlich zahlt am Ende der Bürger. Und das Planungsbüro? Das verdient in der Regel umso besser, je teurer der Bau wird."Die Bürgerinitiative fordert daher die Notbremse zu ziehen und die Baukosten unabhängig prüfen zu lassen. Denn zahlen muss der Bürger - und der würde sich eher über steigende Grundwasserpegel freuen als über ständig steigende Rechnungen.